
Aluminiumspäne gelten als wertvoller Sekundärrohstoff. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht jede Späne ist automatisch ein guter Einsatzstoff für das Wiedereinschmelzen. Insbesondere nasse, öl- oder emulsionsbehaftete Aluminiumspäne führen in vielen Gießereien und Schmelzbetrieben zu technischen und wirtschaftlichen Problemen.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und wachsender Anforderungen an Ressourceneffizienz rückt die Qualität der angelieferten Späne immer stärker in den Fokus.
Feuchtigkeit, Kühlschmierstoffe und Oxidation – ein kritisches Zusammenspiel
Beim Zerspanen entstehen Aluminiumspäne fast immer in Kontakt mit Kühlschmierstoffen. Bleiben diese anhaftend, gelangen Feuchtigkeit und Ölreste mit in den Schmelzprozess. Die Folgen sind technisch bekannt:
- erhöhte Oxidationsverluste beim Aufschmelzen
- instabile Schmelzbäder
- verstärkte Schlackenbildung
- eringere metallische Ausbeute
Zusätzlich kann eingeschlossene Feuchtigkeit beim Einschmelzen schlagartig verdampfen. Das beeinträchtigt nicht nur die Prozessstabilität, sondern stellt auch ein sicherheitsrelevantes Risiko dar.
Wirtschaftliche Auswirkungen nasser Aluminiumspäne
Neben den metallurgischen Effekten schlagen sich nasse Späne direkt in den Kosten nieder:
- geringere Erlöse beim Verkauf, da Händler Feuchtigkeit und Verunreinigungen abziehen
- höherer Energiebedarf beim Einschmelzen
- zusätzlicher Aufwand für Schlackenentsorgung
- eingeschränkte Wiederverwendbarkeit im geschlossenen Materialkreislauf
In Summe wird aus einem eigentlich wertvollen Recyclingmaterial schnell ein Kostenfaktor, wenn die Späne nicht ausreichend aufbereitet sind.
Aufbereitung als Voraussetzung für wirtschaftliches Wiedereinschmelzen
Eine gezielte Späneaufbereitung setzt genau an diesen Punkten an. Durch mechanische Entwässerung und Trennung von Kühlschmierstoffen lassen sich Aluminiumspäne deutlich trockener und homogener bereitstellen. In der Praxis bewährt haben sich dabei:
- Zentrifugen zur effektiven Trennung von Spänen und Kühlschmierstoffen
- Rückgewinnung und Wiederverwendung von KSS
Reduzierung des Restfeuchtegehalts
- optionale Brikettierung zur weiteren Volumenreduktion und besseren Handhabung
Das Ergebnis sind saubere, trockene Aluminiumspäne, die sich deutlich besser einschmelzen lassen und eine höhere metallische Ausbeute ermöglichen.
Stabilere Prozesse, bessere Erlöse, geschlossene Kreisläufe
Für viele Betriebe bedeutet eine strukturierte Späneaufbereitung nicht nur geringere Entsorgungs- und Energiekosten, sondern auch:
- planbare Schmelzprozesse
- höhere Akzeptanz bei Gießereien
- bessere Marktpreise
- ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft
Gerade im Umfeld von Druckguss und Aluminiumverarbeitung ist die Qualität des Einsatzmaterials heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Sie möchten Aluminiumspäne effizient aufbereiten und die Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Wiedereinschmelzen schaffen? Sprechen Sie uns an – gemeinsam betrachten wir Ihre bestehende Situation und finden eine passende Lösung für Ihre Anwendung und Ihre Prozesse. Ausführliche Informationen zu Späneaufbereitungssystemen von Erbo finden Sie auf unserer Homepage.
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